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Lothar Arnauld de la Périère
erfolgreichster U-Boot-Kommandant im Handelskrieg
in beiden Weltkriegen
Lothar Arnauld de la Périère, der
berühmteste U-Boot-Kommandant des Ersten Weltkrieges, stammte, am
18. März 1886 in Posen geboren, aus einer Hugenottenfamilie. Bereits
1903 trat er, 17jährig, in die kaiserliche Marine (Crew 1903) ein
... Später, nach einem
Torpedokurs,
absolvierte er Dienst auf Linienschiffen und Torpedobooten sowie 1911 bis
1913 als Torpedooffizier auf der "Emden" während der Ostasienreise.
Der
temperamentvolle Marineoffizier meldete sich bei Kriegsausbruch zu den
Marinefliegern, absolvierte dann aber 1915 einen U-Boot-Kommandantenkurs.
Am 18. November 1915 wird er Kommandant von U 35, einem 1914 bei der Germania-Werft
in Kiel erbauten Boot (685/878/971 t), das der U-Boot-Flotille Pola (in
der Adria) zugeteilt wird und mit dem er 14 (vierzehn) Feindfahrten übersteht.
Am
18. Mai 1918 stellt er den Amtsentwurf Dr. Techel, den bei der Germania-Werft
erbauten U-Kreuzer U 139 "Kapitänleutnant Schwieger" in Dienst (1.930/2.483
t), mit dem er noch zu einer Feindfahrt in den Atlantik ausläuft.
Mit 189 auf 15 Feindfahrten versenkten Handelsschiffen mit insgesamt 446.708 BRT und zwei versenkten Kanonenbooten ist Lothar de la Périère mit Abstand der erfolgreichste U-Boot-Kommandant im Handelskrieg in beiden Weltkriegen.
Nach dem Ersten Weltkrieg kämpfte Arnauld
de la Périère 1919 bei der 3. Marinebrigade. Bei der Reichsmarine
ist er u.a. 1928 bis 1930 Kommandant des Leichten Kreuzers "Emden" (* 1925).
1931 tritt er vorzeitig in den Ruhestand. 1932 bis 1938 ist er Lehrer an
der türkischen Marineakademie. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges
wird reaktiviert und ist von 1938 bis 1940 Marinebevollmächtigter
in Danzig, dann, ab 1940, Marinebefehlshaber Belgien/Niederlande, dann
als Konteradmiral z.V. Marinebefehlshaber Bretagne und anschließend
Admiral Westfrankreich. Hier verunglückt er am 24. Februar 1941 auf
dem Wege zur Übernahme des Kommandos als Admiral Süd beim Absturz
seines Flugzeuges bei Le Bourget bei Paris tödlich.
Literatur: Schiff und Zeit Nr. 24
(1986), DeutscheGesellschaft für Schiffahrts- und Marinegeschichte
e.V.